Frühchen sind nach wie vor die Sorgenkinder für Eltern und Mediziner schlechthin. Untersuchungen aus dem Tierreich haben ergeben, dass sich Tiere, die zu früh entbunden worden waren, schlechter entwickelten, als andere Tiere. Dies sei insbesondere durch die fehlenden Schaukelbewegungen im Mutterleib zustande gekommen, so heißt es. Deshalb versuchte man, auch Säuglinge, die als Frühgeborene auf die Welt kamen, in dieser Sichtweise zu untersuchen. Hierfür gab es drei Gruppen.
Eine Gruppe schlief normal im Wärmebettchen, eine zweite Gruppe schlief in Wasserbetten, die stark auf Eigenbewegungen und Bewegungen des Pflegepersonals reagierten und eine dritte Gruppe schlief in Wasserbetten, die in unregelmäßigen Intervallen bewegt worden, so wie es auch im Bauch der Mutter der Fall war.
Bei den anschließenden Untersuchungen ergab sich, dass die Kinder, die in Wasserbetten geschlafen hatten, deutlich weiter in ihren motorischen Fähigkeiten entwickelt waren. Sie neigten auch zu einer geringeren Reizbarkeit auf äußere Einflüsse. Ebenfalls wurden sie nicht so schnell unruhig, etwa nach einer Medikamentengabe. Insgesamt konnte die Gabe von Medikamenten bei diesen Kindern verringert werden.
Besonders bedeutsam empfand man die Wirkungen der Wasserbetten hinsichtlich der Wärmefunktion, die zusätzlich unterstützte. Die Schaukelbewegungen taten dann ihr Übriges und die Kinder in den Wasserbetten konnten sich prächtig entwickeln. Selbst die Apnoe im Schlaf trat deutlich seltener auf, sie verringerte sich nach dem Umbetten in Wasserbetten sogar, wohingegen sie bei der Vergleichsgruppe im Wärmebettchen noch anstieg. Zudem war der Kinderarzt, der die Kinder beurteilen sollte, nicht darüber informiert worden, welche Säuglinge aus welcher Gruppe stammten, so dass hier eine unabhängige Beurteilung möglich war.
