Schadstoffbelastung in Wasserbetten

Januar 7th, 2010 · No Comments

Wasserbetten verfügen über Matratzen, die aus Vinyl hergestellt sind. Hierbei handelt es sich um einen Kunststoff, der sehr geschmeidig und vor allem dehnbar ist und damit eine ideale Voraussetzung erfüllt, um mit einigen 100 Litern Wasser gefüllt zu werden. Damit jedoch das Vinyl schön weich ist und seinen Einsatz in Wasserbetten finden kann, sind ihm so genannte Weichmacher zugefügt.

Hierfür wird in der Regel Kadmium verwendet. Kadmium ist im Alltag in einer geringen Menge überall zu finden. Ein Zug an einer Zigarette bewirkt schon die Aufnahme von Kadmium in den Körper. Da sich Kadmium in größeren Mengen jedoch negativ auf die Gesundheit des Menschen auswirkt, gibt es eine europäische ISO-Norm, mit der der Kadmiumgehalt in Wasserbetten genau geregelt wird. So dürfen bis zu 100ppm (=100 Teile Kadmium auf eine Million Teile Vinyl) in einer Matratze von einem Wasserbett vorkommen. In der Regel verfügen die Matratzen in den modernen Wasserbetten zwischen 70 und 90 ppm Kadmium und entsprechen damit voll und ganz der europäischen Norm. Es gibt sogar Matratzen für ein Wasserbett, die über 1,15 ppm Kadmium verfügen und damit absolut unbedenklich sind. Allerdings sind diese Matratzen recht teuer.

Um sicher zu gehen, dass man keinen Schaden durch einen zu hohen Kadmiumgehalt im Wasserbett nimmt, sollte man auf Prüfzeichen wie ÖKOTEX achten. Verfügt ein Wasserbett über eine solche Auszeichnung, kann man sicher sein, dass hierbei nicht nur die Norm-Werte eingehalten wurden, sondern dass es sich auch um ein qualitativ hochwertiges Produkt handelt. Die Angaben zum Schadstoffgehalt von Wasserbetten kann man bei seriösen Händlern erfragen; sie sind auf jeden Produkt angegeben.